Ratgeber: Schimmel auf der Matratze vorbeugen

Schimmel auf der Matratze vorbeugen – Ursachen & Tipps

Schimmel auf der Matratze kann zu erheblichen gesundheitlichen Risiken führen. Besonders für Kinder ist das dauerhafte Einatmen von Schimmelsporen gesundheitsschädlich. Aber auch bei Erwachsenen kann das Schlafen auf einer schimmeligen Matratze Allergien, Atemwegsprobleme und Hautkrankheiten auslösen. Um sich diesen Risiken erst gar nicht auszusetzen, gibt es einige praktische Tipps, wie Sie der Ausbreitung von Schimmelsporen vorbeugen können.

Ursachen für Schimmel auf der Matratze

Schimmel entsteht bei Feuchtigkeit. Durch Schwitzen verliert ein Mensch im Schlaf bis zu einem Liter Körperflüssigkeit, die sich im Inneren der Matratze sammelt. Bildet sich dort nun ein feucht-warmes Klima, entsteht ein Nährboden für Pilze. Zusätzlich begünstigt Kondenswasser die Ausbreitung von Schimmelsporen. Bei einer eingeschränkten Luftzirkulation setzt sich unsere Atemflüssigkeit auf der Matratze ab und fördert die Bildung von Schimmel. Da Stockflecken häufig nur auf der Unterseite der Matratze sichtbar werden, bleibt die Ausbreitung der Pilze oft unbemerkt. Daher ist es umso wichtiger, Maßnahmen zu ergreifen, um Schimmelbefall langfristig vorzubeugen.

Tipps, wie Sie Schimmel auf der Matratze vermeiden 

Um Schimmel keine Chance zu geben, müssen Sie also dafür sorgen, dass Ihre Matratze die Feuchtigkeit, die sie über Nacht aufnimmt, wieder in die Raumluft abgegeben kann. Wie Ihnen das gelingt, erfahren Sie anhand von fünf praktischen Tipps:

1. Lüften Sie zwei Mal am Tag! Stoßlüften verringert die Luftfeuchtigkeit im Raum und verhindert so die Ausbreitung von Schimmelsporen. Besonders im Winter sollten Sie daher zwei Mal am Tag für eine etwa 10-minütige Frischluftzufuhr in Ihrem Schlafzimmer sorgen. Ein angekipptes Fenster reicht leider oft nicht aus, um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten.

2. Wenden Sie Ihre Matratze regelmäßig! Damit sich keine Feuchtigkeit unter der Matratze anstaut, sollten Sie diese regelmäßig aus dem Bettkasten heben und gelegentlich auch mal drehen. Dabei können Sie auch gleich feststellen, ob sich eventuell schon Stockflecken auf der Unterseite der Matratze gebildet haben.

3. Verzichten Sie auf Tagesdecken! Auch wenn Tagesdecken optisch Ordnung und Sauberkeit ausstrahlen, bewirken sie genau das Gegenteil. Oft hindern Sie die Matratze daran, Ihre Feuchtigkeit über den Tag wieder abzugeben. Schütteln Sie Ihre Bettdecke lieber einmal gut durch und schlagen sie dann zurück, um der Matratze möglichst viel Platz zum trocknen zu lassen.

4. Achten Sie auf atmungsaktive Bettwäsche! Bezüge aus Polyester oder Microfaser fördern das nächtliche Schwitzen und schränken auch die Luftzirkulation über der Matratze ein. Greifen Sie lieber zur Bettwäsche aus Baumwolle, Leinen oder Seide. Diese Stoffe nehmen die Feuchtigkeit auf und trocknet schnell. 

5. Verwenden Sie ein Lattenrost oder eine Matratzenunterlage! Matratzen, die auf einem festen Untergrund liegen, sind besonders anfällig für Schimmelbefall. Damit die Feuchtigkeit unter der Matratze entweichen kann, sollten Sie diese auf ein Lattenrost und in ein offenes Bettgestell legen. Im Wohnmobil, Boot oder Flugzeug ist das oft nicht möglich. In dem Fall empfiehlt sich die Nutzung von atmungsaktiven Matratzenunterlagen. So lässt die Matnext Airflow Matratzenunterlage die  Luft unter der Matratze zirkulieren und sorgt dafür, dass auch Matratzen auf dem Boden von Schimmel verschont bleiben.

Feuchte Matratze – Was tun? 

Übermäßiges Schwitzen im Schlaf, ein umgekipptes Glas Wasser oder andere Missgeschicke können feuchte Flecken auf der Matratze hinterlassen. Um zu verhindern, dass die Feuchtigkeit ins Innere der Matratze entweicht, ist schnelles Handeln erforderlich. Mit diesen wertvollen Tipps und ein paar nützlichen Hausmitteln gelingt es Ihnen aber schnell, die durchnässte Matratze zu trocknen. 

Um grobe Flüssigkeiten an der Oberfläche zu entfernen, sollten sie zunächst ein saugstarkes Tuch auf die feuchte Stelle drücken. Drehen Sie die Matratze dabei ruhig um, damit die Flüssigkeit nicht in den Matratzenkern laufen kann. Nun können Sie die nasse Matratze zusätzlich mit Natron, Backpulver oder sauberem Katzenstreu trocknen. Geben Sie dieses einfach auf die betroffene Stelle und saugen es anschließend wieder ab. Handelt es sich nur um einen kleinen Fleck, reicht ein Föhn für den weiteren Trocknungsprozess aus. Bei größeren Flüssigkeitsmengen sollten Sie die Matratze aus dem Bett heben und direktem Sonnenlicht aussetzen. Natürliches UV-Licht hat nicht nur den Vorteil, dass es die feuchte Matratze schnell trocknet, sondern gleichzeitig auch Schimmelsporen und Milben abtötet.