Ratgeber: Feuchtigkeit im Wohnmobil 

Feuchtigkeit im Wohnmobil – Was tun?

Feuchtigkeit im Wohnmobil oder Wohnwagen ist ein leidiges Thema unter Campern. Besonders an regnerischen oder kälteren Tagen lässt es sich kaum vermeiden, dass sich Kondenswasser an Fenstern oder auf Polstern sammelt. Langfristig kann so Schimmel entstehen. Da Pilzbefall nicht nur gesundheitsschädlich ist, sondern auch die Materialien Ihres Campers angreift, sollten Sie schnell Maßnahmen ergreifen, um Schimmelbefall im Wohnmobil oder Wohnwagen zu verhindern.

Warum sammelt sich Feuchtigkeit im Wohnmobil?

Kondenswasser entsteht, wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch ist. Zwar sind alle Wohnmobile und Wohnwagen mit Belüftungssystemen ausgestattet, die für Luftzirkulation sorgen sollen, allerdings reichen diese oft nicht aus, um jeden Winkel und jede Ritze im Camper zu erreichen. Besonders zwischen den Scheiben oder in geschlossenen Schränken staut sich daher schnell Feuchtigkeit an. Ohne entsprechende Maßnahmen kann Staunässe zu Schimmelbefall führen, was häufig einen enormen Wertverlust des Campers bedeutet. Doch was kann man denn nun dagegen tun?

Tipps, um Ihren Wohnwagen auf Reisen zu entfeuchten 

Wintercamping erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Aber besonders an kälteren Tagen führen die niedrigen Außentemperaturen und die nasse Kleidung zu einer hohen Luftfeuchtigkeit im Wohnwagen oder Wohnmobil. Staunässe und Stockflecken an Wänden und Textilien können die Folge sein. Hier finden Sie praktische Tipps, wie Sie auch im Winter einen sorgenfreien Campingurlaub verbringen können.

Lüften und Heizen senkt die Luftfeuchtigkeit im Camper

Lüften ist das A und O! Ohne einen regelmäßigen Luftaustausch kann die Feuchtigkeit nicht aus Ihrem Camper entweichen. Besonders nach dem Duschen oder Kochen sollten Sie dafür sorgen, dass sich die hohe Luftfeuchtigkeit nicht auf Polstern und Möbeln absetzt. Öffnen Sie am besten für 10-15 Minuten mehrere Fenster und Türen gleichzeitig, um eine ausreichende Luftzirkulation zu ermöglichen. Da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte Luft, ist es außerdem ratsam, nach dem Stoßlüften direkt wieder zu heizen.

Feuchtigkeit regelmäßig von den Scheiben wischen

Entdecken Sie Feuchtigkeit an den Fenstern Ihres Wohnwagens, handelt es sich dabei um Kondenswasser. Dieses sammelt sich an den Scheiben, wenn die warme und feuchte Innenluft im Wohnwagen auf die kalte Oberfläche der Fenster trifft. Die feuchten Stellen sollten Sie sofort beseitigen. Dafür eignet sich zum Beispiel ein einfaches Mikrofasertuch. Wischen Sie die Fenster am besten gleich morgens ab, um Nässeschäden vorzubeugen. Die feuchten Tücher sollten Sie anschließend aber auf keinen Fall im Wohnwagen oder Wohnmobil trocknen.

Matratzenunterlagen sorgen für Luftzirkulation auf festem Boden 

Wohnmobile und Wohnwagen sind in der Regel so konzipiert, dass die Matratze bei der Umrüstung zum Nachtquartier direkt auf die Tischplatte oder den Boden im Dachzelt gelegt wird. Durch den festen Untergrund kann die Feuchtigkeit, die sich über Nacht in der Matratze sammelt, allerdings nicht entweichen. Dagegen helfen atmungsaktive Unterlagen, wie zum Beispiel die Matnext Airflow 3D Mesh Matratzenunterlage. Im Camper erfüllt Sie den Zweck eines Lattenrosts beziehungsweise Bettgestells. Sie erzeugt einen Luftraum zwischen der Matratze und dem festen Untergrund, so dass die Luft dort zirkulieren kann.

Nasse Schuhe sollten draußen bleiben

Kehrt man von einem regenreichen Tag oder einem Skiausflug wieder ins Wohnmobil zurück, möchte man die feuchten Klamotten meist einfach schnell loswerden. Bevor Sie es sich im Camper gemütlich machen, sollten Sie die nasse Wäsche aber erst zum Trocknen nach draußen hängen. Lagern Sie auch Fußmatten und Schuhe lieber außerhalb des Wohnmobils, um zusätzliche Feuchtigkeit im Innenraum zu vermeiden. Tipp: Wenn es regnet und Ihnen kein Platz zum Trocknen zur Verfügung steht, können Sie Ihre Wäsche zum Beispiel auf einem zusammengeklappten Campingtisch legen und diesen einfach unter Ihr Wohnmobil oder Ihren Wohnwagen schieben.

Besondere Maßnahmen im Winterquartier 

Doch nicht nur auf Reisen, sondern vor allem in der Winterpause sollten Sie Ihren Camper vor Staunässe schützen. Wählen Sie am besten einen trockenen Stellplatz, wenn Sie Ihren Wohnwagen oder Ihr Wohnmobil für längere Zeit nicht nutzen möchten. Steht Ihnen keine Garage oder Carport zur Verfügung, reicht auch eine Plane aus, um Ihrem Camper Schutz vor der Witterung zu geben.

Räumen Sie Ihren Wohnwagen im Winter aus 

Entfernen Sie am besten alle Polster, Teppiche und Matratzen aus den Innenräumen Ihres Campers. Textilien nehmen Feuchtigkeit auf und neigen schnell dazu, Stockflecken zu bilden. Leeren Sie außerdem auch die Schränke und lassen Sie diese geöffnet stehen, damit sich darin keine Feuchtigkeit anstauen kann. Das gleiche gilt auch für die Badezimmertür. Sie sollten außerdem darauf achten, dass Sie keine Lüftungsschlitze zustellen oder verstopfen. Oft werden Fliegengitter oder Rolläden ungünstig darüber platziert.

Luftentfeuchter schützen vor Staunässe

Ist ein regelmäßiges Lüften und Heizen im Winterquartier nicht möglich, bietet sich außerdem die Nutzung von speziellen Luftentfeuchtern an. Ein bewährtes Mittel ist es, den Wohnwagen mit Salz zu entfeuchten. Im Gegensatz zu elektrischen Luftentfeuchtern haben Luftentfeuchter auf Salzbasis den Vorteil, dass Sie keinen Stromanschluss benötigen. Das erspart Ihnen nicht nur eine Menge Kosten, sondern auch die regelmäßigen Kontrollen, die elektrische Luftentfeuchter aufgrund von hoher Brandgefahr erfordern. Viele Camper setzen außerdem auch Katzenstreu gegen Feuchtigkeit im Wohnwagen ein. Da dessen Aufnahmekapazität allerdings begrenzt ist, muss dieses regelmäßig ausgetauscht werden.